Vegetarisch durch Chile, Peru und Bolivien

Ein Teller Reis mit Gemüse

Im vergangenen Jahr sind meine Freundin und ich fünf Wochen zusammen durch Südamerika gereist. Im Vorfeld unserer Reise gab es dabei für mich ein großes Fragezeichen, das mich etwas beunruhigt hat: Wie ist das dort mit dem vegetarischen Essen?

Im Internet fand ich dazu viele ernüchternde Kommentare: Oft gebe es schlicht nichts Vegetarisches und das Ablehnen von Fleisch würde häufig als Beleidigung aufgefasst. Aussagen wie diese las ich in vielen Foren und Blogs – und meine Beunruhigung wurde verständlicher Weise größer.

Zu unrecht.

Angepasste Bestellungen sind kein Problem

Ja, es stimmt: In allen drei Reiseländern (Chile, Peru und Bolivien) wird sehr viel Fleisch gegessen. Und ja, es stimmt auch, dass es dort viele Restaurants gibt, in denen ausschließlich Fleisch- und Fischgerichte auf der Karte stehen.

Hungern muss man als Vegetarier*in aber trotzdem nicht. Oft ist es nämlich überhaupt kein Problem, trotzdem ein vegetarisches Gericht zu bekommen. Einfach nachgefragt und schon wird in der Küche ein Teller mit Gemüse, Reis oder Nudeln fertig gemacht. Von beleidigten Kellner*innen und Köchen*innen keine Spur – weder in großen Restaurants noch an kleinen Imbissen.

Achtung beim Huhn

Abgesehen davon gibt es zumindest in den chilenischen Städten viele vegetarische Restaurants – Chile unterscheidet sich da nicht so stark von Deutschland.

Einen kleinen Fallstrick gibt es aber doch: Huhn gilt in den drei Ländern nicht unbedingt als Fleisch. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte also immer noch dazu sagen, dass er kein Fleisch, kein Huhn und auch keinen Fisch essen möchte.

Wenn alle Stricke reißen, bleibt außerdem immer noch der Gang in den Supermarkt, in die Bäckerei oder in einen kleinen Laden: Brot, Käse und Obst sind immer schnell gefunden. Wer gerne kocht und bei der Hostelwahl immer darauf achtet, dass eine Küche zur Verfügung steht, der hat sowieso schon gewonnen.

Also: Bloß nicht verrückt machen lassen von der Panikmache in manchen Blogs und Foren. Auch als Vegetarier*in kann man problemlos durch Südamerika reisen.

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